Ausschreibungen für das Qualifizierungprogramm

Die Teilnehmer*innen des SIBB DeepTech Startup Stipendiums erhalten eine umfassendes Qualifizierungsprogramm zur zielgerichteten Erhöhung ihrer startuprelevanten Kompetenzen. Sie sollen befähigt werden, während des Programms die für ihre Projektrealisierung jeweils notwendigen ersten Schritte erfolgreich umzusetzen und hierbei Anfängerfehler zu vermeiden. Wir suchen deshalb für unser Acceleratorprogramm praxiserfahrene Trainer*innen und Mentor*innen zur Unterstützung von Frühphasenstartups bei der Weiterentwicklung ihrer Technologieprojekte zur Marktreife und dem Gewinnen erster (Pilot-)Kunden für ihr MVP.

Workshops - Trainer*innen gesucht

Erläuterungen zum Qualifizierungsprogramm

Wir suchen für das Qualifizierungsprogramm unseres SIBB DeepTech Startup Stipendium praxiserfahrene Trainer*innen und Dozent*innen zur Unterstützung von Frühphasenstartups bei der Weiterentwicklung ihrer Technologieprojekte zur Marktreife und dem Gewinnen erster (Pilot-)Kunden für ihr MVP.

Einen Überblick über die geplanten Inhalte des Qualifizierungsprogramms finden Sie hier.
*Aufgrund der aktuellen Situation mit COVID-19 bitten wir um Anregungen für eine teilweise oder gänzliche Durchführung im digitalen Raum

Der SIBB e.V. ist der Verband der Digitalwirtschaft Berlin-Brandenburg und führt ein Accelerator-Programm für Technologieprojekte in einer sehr frühen Phase der Technologie- und Produktentwicklung durch. Die Teilnehmenden aus den geförderten Teams erhalten von April bis September ein Stipendium und alle notwendige Unterstützung bei ihren Projekten. Neben einem Mentoring von erfahrenen Führungskräften der Berliner Digitalwirtschaft und Coaching ist der zielgerichtete Erwerb erforderlicher Kompetenzen im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms ein wesentlicher Bestandteil der Förderung.

Die angebotenen Inhalte und Formate des in Monaten durchzuführenden Qualifizierungsprogramms müssen dementsprechend auf die Bedarfe dieser frühen Phase ausgerichtet sein. Ziel ist, den Teilnehmenden zu ermöglichen sich die wichtigsten Lerninhalte und Kompetenzen anzueignen für:

  • die erfolgreiche Entwicklung eines Produkts oder Services und dessen Platzierung am Markt,
  • den Aufbau und das Skalieren eines eigenen jungen Unter-nehmens in der Unternehmerrolle,
  • einen Einstieg und das Wirken in verantwortlicher Position, z.B. als Team- oder Projektleiter, in einem Technologieunter-nehmen

Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, während des Programms die für ihre Projektrealisierung jeweils notwendigen ersten Schritte erfolgreich umzusetzen und hierbei Anfängerfehler zu vermeiden. Weiterhin sollten Sie während des Programms und nach dessen Ende wissen, welche spezifische Beratung ggf. sinnvoll wäre – sie sollen in der Lage sein, bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens zielgerichtet für die eigene Weiterbildung und Kompetenzaufbau im Team zu sorgen sowie wo notwendig Spezialisten einzustellen oder zu beauftragen, z.B. BWLer für Finanzen und Controlling, Personaler für HR, etc.

Leitfragen für das Qualifizierungsprogramm und von zentraler Bedeutung für „junge Teams“ vor Gründung einer Startup-Firma sind:

Vorgesehen sind interaktive Qualifikationseinheiten in Form von 1-2 stündigen Impulsen, Halbtagesworkshops oder Ganztagesworkshops in den folgenden Themenbereichen:

  • Produktentwicklung und Validierung: Wie können wir schnellstmöglich ein Produkt entwickeln, dass ich mit einem Pilotkunden testen kann (MVP)?
  • Zielorientierte Teamarbeit: Wie erreichen wir als Team unsere Ziele (im Programm und darüber hinaus)
  • Go-to-market strategy/Marketing/Sales (Business Development): Wie bringen wir unser Produkt / unseren Service erfolgreich an den Markt?
  • Förderung/Finanzierung/Investoren: Wie können wir unser Projekt nach Ende des Stipendiums weiter finanzieren und fortführen?
  • Business Basics: Welches Grundlagenwissen brauchen wir für den Aufbau eines Startups?

Themenfelder

1. Produktentwicklung und Validierung

In der ersten Phase des Projekts geht es vor allem darum, so schnell wie möglich ein „echtes Problem“ zu finden, um später ein USP anbieten zu können. Zu diesem Problem kann man nur über den Markt kommen, indem man mit einem MVP die eigenen Ideen testet, hierdurch mehr über die Probleme herausfindet und dann schrittweise (iterativ) das MVP weiterentwickelt oder ein ganz neues startet.

Die Teilnehmenden sollen durch Workshops und Coaching während des Programms zu einer erfolgreichen kunden- und marktorientierte Produktentwicklung geleitet werden: Wie kommen wir schnell zu einem testbaren „Produkt“? Wie kann man die realen Bedarfe der Zielgruppe und potenziellen Kunden kennenlernen? Welche Methoden können wir für die notwendige nutzerzentrierte Produktentwicklung nutzen? Gerade für die Teilnehmenden mit Ingenieurausbildung ist es essenziell, Methoden und Einstellung für die Berücksichtigung des Nutzererlebens und der Gestaltung ganzheitlicher Services und Geschäftsmodelle kennenzulernen, um nicht in die Falle der funktionsfixierten Produktentwicklung zu geraten.

2. Zielorientierte Teamarbeit

Ergänzend und aufbauend zu den Inhalten zur Produktentwicklung müssen die Teams im Programm in die Lage versetzt werden, die notwendigen Entwicklungsarbeiten zielgerichtet und gemeinsam durchzuziehen und möglichst schnell zu verwertbaren Ergebnissen zu kommen. Da es sich im Programm um junge Teams handelt, die in der Regel noch nicht die produktive Stufe der Teamentwicklung erreicht haben (Forming-Storming-Norming-Performing) und ggf. über wenig Erfahrung mit eigenverantwortlicher Projektarbeit mit kleinem Team haben, ist eine entsprechende Unterstützung notwendig. Sie müssen in die Lage versetzt werden, sich selbst zu steuern, funktionierende Arbeitsweisen zu finden, konstruktiv miteinander zu kommunizieren sowie die Grundlagen der Führung (von sich selbst und wenigen Teammitgliedern, ggf. ohne Hierarchie) zu verstehen. Weiterführende Inhalte zu Führung und Personalauswahl sind in dieser Phase noch nicht relevant. Die für eine mögliche Wachstumsphase notwendigen Kenntnisse müssen sich die Teilnehmenden im Bedarfsfall selbst aneignen oder sich die Kompetenz in Form von ausgebildeten Personalern ins Unternehmen holen.

3. Go-to-market strategy, Marketing/Sales, Business Development

Zentrale Aufgabe für die Teams ist, Testnutzer und Entwicklungspartner zu finden, sobald sie eine erste testbare Version (Prototypen) entwickelt haben und diese dann schnellstmöglich mit deren Feedback zu einem MVP weiterzuentwickeln, dass potentiell von ersten (Pilot-)Kunden getestet und gekauft werden kann. Zusätzlich müssen für eine Chance auf erfolgreichen Markteintritt die Grundlagen erarbeitet werden, z.B. Business Model, Go-to-market stratety, Marketing- und Salesaktivitäten. Während des Programms sollen die Teams in Workshops befähigt werden, die jeweils adäquaten Methoden für ihr Projekt richtig anzuwenden und ein verwertbares Ergebnis zu erarbeiten.

Das Wachstum vieler Unternehmen oder die Einführung neuer Produkte scheitern häufig an der Vernachlässigung des Vertriebs oder Fehlern bei der Vermarktung. Dabei sind diese Themen von grundlegender Bedeutung für jedes Unternehmen und müssen gerade technisch orientierten Gründern von Beginn an als Prioritätsthema vermittelt werden – Für eine erfolgreiche Markteinführung ihrer Idee müssen sie die grundlegenden Mechanismen und Methoden verstehen.

4. Förderung/Finanzierung/Investoren

Wichtiges Programmziel ist, die Teams zu befähigen, ihr Projekt nach Ende des Startup Stipendiums weiter voranzutreiben (wenn sich die Idee als marktfähig erwiesen hat). Um eine Anschlussfinanzierung sicherzustellen, sind aber bereits während des Stipendiums intensive Bemühungen um weitere Förderung, Finanzierungen oder Investoren erforderlich. Die hierfür benötigten Kenntnisse und Kompetenzen sollen während des Programms ebenso vermittelt werden, wie das Wissen welche Aktivitäten zielführend sind und wie ich die benötigten Kontakte und Termine bekomme und erfolgreich gestalte.

5. Business Basics

Welches Grundlagenwissen wird für den Aufbau eines Startups benötigt? Welche Fehler gilt es zu vermeiden?

Formate

  • Impuls 1-2 Stunden: Awareness für ein Thema wird geschaffen, die Teilnehmenden sollen verstehen in welchen künftigen Situationen das Thema relevant wird und was sie dann tun könnten. Die grundlegenden Zusammenhänge sollen verstanden werden, das absolute Basis-Wissen vermittelt.
  • Halbtagesworkshop 4 Stunden: Mit den Teilnehmenden wird ein für ihre Projektentwicklung relevantes Thema erarbeitet. Sie sollen in die Lage versetzt werden, mit den vermittelten Inhalten, Methoden und Tools, im Nachgang eigenständig (und ggf. mit Unterstützung eines Coaches) für ihr Projekt ein nutzbares Ergebnis zu erarbeiten – um einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.
  • Ganztagesworkshop / ggf. auch 2 Tage: Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam mit dem Trainer intensiv an einem Ergebnis für ihr Projekt. Das hierfür relevante Wissen wird vermittelt und die Teilnehmenden erlangen ein Verständnis für die Zusammenhänge und Relevanz des Themas. Am Ende des Workshops haben die Teams entweder bereits ein direkt nutzbares Ergebnis für ihre weitere Projektarbeit oder ein Zwischenergebnis, das kurzfristig finalisiert und verwertet werden kann.

Anforderungen an die Trainer*innen

Von unseren Trainern erwarten wir neben einer angemessenen Trainingserfahrung für die angebotene Einheit ausgezeichnete Moderations- und Kommunikationsfähigkeiten, umfangreiche Fach- und Methodenkompetenz im Bereich Unternehmensaufbau- und Gründung sowie idealerweise über spezifische Berufs- und Führungserfahrung in der Technologiebranche und mit jungen Unternehmen verfügen. Ein Hochschulabschluss wird vorausgesetzt.

Die Einheiten sollten interaktiv gestaltet und auf die o.g. Bedarfe junger Gründerteams ausgerichtet sein. Die Trainer sollten in der Lage sein auf die Fragen und spezifischen Bedarfe der Teilnehmenden einzugehen und jeweils entsprechende handlungsleitende Hilfestellungen in Form von Hinweisen (Informationsquellen, Kontakte, Anlaufstellen) oder Informations-/Arbeitsmaterial anzubieten. Da die Deutschkenntnisse einiger Programmteilnehmer sehr begrenzt sind, sollte eine Durchführung der Einheit in englischer Sprache grundsätzlich möglich sein.

Mentor*innen gesucht

Die Teilnehmer*innen des SIBB DeepTech Startup Stipendiums sollen bei der Realisierung ihrer Projekte von Mentor*innen unterstützt werden. Wir suchen deshalb erfahrene Gründer*innen und Führungskräfte der Berliner Digitalwirtschaft.

Vorgesehen ist eine Begleitung der Teams bei der Entwicklung ihres MVP und eines Business Models sowie Unterstützung bei der Gewinnung erster Pilot-Partner oder Kunden, der Go-to-market Strategie sowie Fragen der Unternehmensgründung. Der zeitliche Umfang des Mentoring ist mit ca. 2-3 Stunden pro Monat angesetzt, Mentor*innen müssten in 6 Monaten insgesamt 16 Stunden aufwenden.

Als Mentor*in haben Sie die Möglichkeit, junge Teams mit ihren Ideen und Perspektiven auf das Business, neue Technologien und innovative Ansätze kennenzulernen. Werden Sie Mentor*in eines unserer tollen Startup-Teams und unterstützen Sie diese bei ihrer Entwicklung als Team und der ihres Produktes zu einem funktionalen MVP.

Eigene Erfahrung in der Businesswelt - insbesondere auch mit Startups - ist von Vorteil, ebenso wie entsprechende Trainingserfahrung sowie Erfahrungen beim Einsatz digitaler Formate wo förderlich und möglich. Bei weiterführenden Fragen oder Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Ron Reckin (ron.reckin@sibb.de).

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